Das moderne Schulzimmer – ein Werbeblog

Unsere Schule will sich modernisieren – als erstes muss nun das antiquierteste aller Geräte daran glauben – der Hellraumprojektor. Natürlich – wie es in einem grossen Kollegium üblich ist – ist der Aufschrei gross, dass dieses doch selbst geliebte Gerät entsorgt werden soll. Meine Begeisterung für dieses Gerät hielt sich immer schwer in Grenzen, schon aufgrund der Überlegung:

Lösungen mit einem Blatt abdecken beim Zeigen (dann wird die gesamte Projektionsfläche dunkel) oder
alle Lösungen sofort zeigen (dann hören die Schülerinnen und Schüler nicht mehr zu und schreiben nur die Lösungen ab).

Deshalb hat es mich nun auch nicht schwer getroffen, dass dieses Gerät bald aus den Schulzimmer verbannt werden soll. Das letzte und seit langer Zeit erste Mal, das ich dieses  Gerät benutzt habe, hat sich direkt das Lämpchen verabschiedet – somit nur weg mit diesem Gerät.

Freundlicherweise wird uns nicht einfach nur ein Gerät weggenommen, sondern auch ein neues gegeben: Entsprechend der momentanen Umfrage wird es ein Visualizer von WolfVision. Und damit werde ich meinen Werbeblog starten: ein wirklich tolles Gerät. Wer sich darüber informieren will findet ein Werbevideo unter folgendem Link Visualizer.

Ich bin nicht sehr werbegläubig, dieses Video zeigt allerdings wirklich die Vorteile eines solchen Geräts. Es kann ganz normal wie vorher ein Hellraumprojektor verwendet werden, statt der Folien gibt es einfach Papierblätter, die direkt beschrieben werden können. Für mich allerdings noch nicht ein Grund, direkt in Begeisterung auszubrechen. Was mich wirklich überzeugt hat, war mein eigener Test und zwar live mit zwei Klassen. In unseren Vorlesungsräumen sind diese Gerät nämlich schon installiert und da ich an einem Abend zwei Klassen gleichzeitig unterrichten musste, habe ich einen Vorlesungssaal reserviert und mich mit dem Gerät vertraut machen können. Der Visualizer ist direkt mit dem Beamer gekoppelt, kann also direkt an diese Stelle projiziert werden, wo auch DVDs oder der Laptop projiziert werden. Somit hat man immer ein perfektes Bild und muss nicht mühevoll den Hellraumprojektor dort hinstellen, wo man es dann einigermassen sehen kann. Es ist immer bereits richtig.

Das weitere Positive ist die Möglichkeit einfach alles direkt unter dem Visualizer zeigen zu können – im Film wird das unter anderem mit einem Turnschuh demonstriert. Und es funktioniert auch bestens mit einem Duden. Ich musste in meinen Lektionen mit dem Visualizer nicht mehr mühevoll sagen, auf welcher Seite man etwas findet und es dann mündlich vortragen, sondern ich konnte den Duden einfach an der richtigen Stelle aufschlagen, zoomen und alle haben gesehen, wovon ich spreche. Einfach eine perfekte Sache.

Auch für den Literaturunterricht freue ich mich sehr auf diese Geräte. Ich muss nicht mehr mühevoll mit Seiten/Zeilenangaben arbeiten, sondern kann die wichtige Textstelle unter den Visualizer legen und alle sehen sofort, wovon ich spreche.

Ich freue mich auf diese Geräte, auch wenn sie eigentlich nur ein Ersatz für den Hellraumprojektor sind. Für mich ist das ein erster guter Schritt zu einem modernen Schulzimmer und bietet mir sehr viele neue Möglichkeiten, meinen Schülerinnen den Schulstoff zu visualisieren.

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One thought on “Das moderne Schulzimmer – ein Werbeblog

  1. Hallo Myriam

    Ich kann deine “Begeisterung” sehr gut nachvollziehen. Auch ich unterrichte seit letztem Sommer an einer Schule, wo jedes Zimmer mit dem Visualizer ausgestattet ist (neuerdings sogar mit ActivBoards ).

    Allerdings handelt es sich nicht gerade um eine solche Luxusversion von Visualizer, wie diejenige, die im Werbevideo gezeigt wird.
    Für mich war es früher vor allem mühsam, immer wieder Folien zu drucken, die richtige Schriftgrösse im vornherein auszuwählen – mit Zoomen kam ich nie wirklich zur perfekten Einstellung mit dem Hellraumprojektor. Mit dem Visualizer ist all dies kein Problem mehr, und der Unterricht wird auch flexibler, wenn man unvorbereitet mal einen Text, ein Buch oder anderes Anschauungsmaterial auflegen und der Klasse zeigen will. Das Video und dein Blogeintrag zeigen bereits alle Vorteile dieses Geräts.
    Ob es nun wirklich funktioniert, das iPad auf den Visualizer zu legen und das Bild dann per Beamer allen zu zeigen, habe ich noch nicht ausprobiert. Was ich jedoch festgestellt habe; laminierte Texte/Bilder lassen sich zwar mehr oder weniger visualisieren per Visualizer und Beamer, die Schärfe und Qualität lässt jedoch stark zu wünschen übrig. Dies liegt aber vielleicht daran, dass wir nicht solche Luxusmaschinen, wie im Video gezeigt, führen.
    Werde es aber demnächst mal ausprobieren.

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