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Das perfekte Schulhaus

In den nächsten fünf Jahren wird es mich ereilen und ich muss mit meinen Klassen und meinem Schulhaus für zwei Jahre umziehen. Eigentlich hatte ich mir dies bereits gedacht, bevor die Meldung nun definitiv von oben kam: Es ist ein Bau aus den 70er-Jahren, der damals vielleicht modern und schön war, heute aber eben mehr dem entspricht, was man sich unter einem Bau aus den 70er-Jahren vorstellt.

Erfreulicherweise dürfen wir Lehrpersonen uns nun auch daran beteiligen, uns ein perfektes neues Schulhaus vorzustellen (Inwiefern das dann auch tatsächlich umgesetzt wird oder umgesetzt werden kann, sei mal dahingestellt). Vorstellungen habe ich natürlich viele – vor allem teure:

 1. Grössere Schulzimmer
Was mich schon lange stört, sind die Schulzimmer, die für heutige Bedürfnisse einfach zu klein sind. Wie oft bin ich beim Herumwandeln im Schulzimmer schon fast über die Taschen meiner Schülerinnen und Schüler gestolpert? In den maximal dreissig quadratmetergrossen Schulzimmern müssen meist 23 Schülerinnen und Schüler Platz finden, manchmal sogar bis zu 25. Das ergibt dann knapp einen Quadratmeter pro Schüler oder Schülerin. Wir können uns also kaum bewegen. So ist dann auch die Bestuhlung althergebracht: vier Zweiertische hintereinander und dies in dreifacher paralleler Ausführung – also insgesamt 24 Tische in diesem kleinen Raum exklusive meinem Lehrerinnenpult. Ein Umstellen der Tische ist kaum möglich.
Somit wäre mein erster Wunsch ein Schulzimmer, dass mindestens noch zehn Quadratmeter grösser ist und in dem die Tische auch nicht in dieser konventionellen Kolonnenstruktur angeordnet werden müssen.

 2. Regale für die Taschen
Die grösseren Schulzimmer würden es dann sogar erlauben, dass die Taschen der Schülerinnen und Schüler ein eigenes Regal hätten, das im Schulzimmer installiert werden könnte. Somit erübrigte sich auch das mühsame „Legen Sie ihr Mobiltelefon in ihre Tasche“, das ich schon bald mantraartig vor mir her beten muss. Somit wäre klar, dass alles, ausser der für den Unterricht nötigen Utensilien in den Taschen bleibt und somit auch das Mobiltelefon.

 3. Medienboard
In jedem Schulzimmer müsste ein Medienboard installiert sein, im besten Fall mit jeweils immer 24 funktionstüchtigen Laptops, die jederzeit im Unterricht eingesetzt werden könnten. Somit entfällt das Reservieren eines separaten Informatikzimmers oder das Herumschleppen eines Laptopswagens. Die Laptops sind immer griffbereit und es kann auch spontan darauf zugegriffen werden.

4. LehrerInneninfrastruktur
Mit der Infrastruktur bin ich bereits jetzt schon fast zufrieden. Das einzige, was sich anbieten würde, wäre noch eine multimediale Wandtafel, wo das Tafelbild jeweils gespeichert werden könnte, um so eventuell in der nächsten Stunde dieses wieder zu projizieren und weiterzuentwickeln. Beamer, Laptop und ein Projektor der neusten Generation ergänzen diese. Damit wäre ich bereits zufrieden, denn mit einem guten Laptop kann sowohl eine CD oder eine DVD abgespielt werden.

5. Zusätzliche Teamarbeitsplätze
Auf alle fünf Schulzimmer sollte ein Raum in derselben Grösse kommen, wo Teamarbeitsplätze eingerichtet sind. So können grosse Klassen auch mal geteilt werden, beziehungsweise die Schülerinnen und Schüler haben neben dem herkömmlichen Schulzimmer noch einen weiteren Raum, wo sie an ihren Projekten arbeiten können.

Durch die veränderte Art des Unterrichtens wird es wohl je länger desto nötiger sein, auch die Infrastruktur der Schulhäuser dem Unterricht anzupassen. Die Frage wird nur sein, ob die Bevölkerung bereit ist, so viel Geld in die Bildung zu investieren…

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Das moderne Schulzimmer – ein Werbeblog

Unsere Schule will sich modernisieren – als erstes muss nun das antiquierteste aller Geräte daran glauben – der Hellraumprojektor. Natürlich – wie es in einem grossen Kollegium üblich ist – ist der Aufschrei gross, dass dieses doch selbst geliebte Gerät entsorgt werden soll. Meine Begeisterung für dieses Gerät hielt sich immer schwer in Grenzen, schon aufgrund der Überlegung:

Lösungen mit einem Blatt abdecken beim Zeigen (dann wird die gesamte Projektionsfläche dunkel) oder
alle Lösungen sofort zeigen (dann hören die Schülerinnen und Schüler nicht mehr zu und schreiben nur die Lösungen ab).

Deshalb hat es mich nun auch nicht schwer getroffen, dass dieses Gerät bald aus den Schulzimmer verbannt werden soll. Das letzte und seit langer Zeit erste Mal, das ich dieses  Gerät benutzt habe, hat sich direkt das Lämpchen verabschiedet – somit nur weg mit diesem Gerät.

Freundlicherweise wird uns nicht einfach nur ein Gerät weggenommen, sondern auch ein neues gegeben: Entsprechend der momentanen Umfrage wird es ein Visualizer von WolfVision. Und damit werde ich meinen Werbeblog starten: ein wirklich tolles Gerät. Wer sich darüber informieren will findet ein Werbevideo unter folgendem Link Visualizer.

Ich bin nicht sehr werbegläubig, dieses Video zeigt allerdings wirklich die Vorteile eines solchen Geräts. Es kann ganz normal wie vorher ein Hellraumprojektor verwendet werden, statt der Folien gibt es einfach Papierblätter, die direkt beschrieben werden können. Für mich allerdings noch nicht ein Grund, direkt in Begeisterung auszubrechen. Was mich wirklich überzeugt hat, war mein eigener Test und zwar live mit zwei Klassen. In unseren Vorlesungsräumen sind diese Gerät nämlich schon installiert und da ich an einem Abend zwei Klassen gleichzeitig unterrichten musste, habe ich einen Vorlesungssaal reserviert und mich mit dem Gerät vertraut machen können. Der Visualizer ist direkt mit dem Beamer gekoppelt, kann also direkt an diese Stelle projiziert werden, wo auch DVDs oder der Laptop projiziert werden. Somit hat man immer ein perfektes Bild und muss nicht mühevoll den Hellraumprojektor dort hinstellen, wo man es dann einigermassen sehen kann. Es ist immer bereits richtig.

Das weitere Positive ist die Möglichkeit einfach alles direkt unter dem Visualizer zeigen zu können – im Film wird das unter anderem mit einem Turnschuh demonstriert. Und es funktioniert auch bestens mit einem Duden. Ich musste in meinen Lektionen mit dem Visualizer nicht mehr mühevoll sagen, auf welcher Seite man etwas findet und es dann mündlich vortragen, sondern ich konnte den Duden einfach an der richtigen Stelle aufschlagen, zoomen und alle haben gesehen, wovon ich spreche. Einfach eine perfekte Sache.

Auch für den Literaturunterricht freue ich mich sehr auf diese Geräte. Ich muss nicht mehr mühevoll mit Seiten/Zeilenangaben arbeiten, sondern kann die wichtige Textstelle unter den Visualizer legen und alle sehen sofort, wovon ich spreche.

Ich freue mich auf diese Geräte, auch wenn sie eigentlich nur ein Ersatz für den Hellraumprojektor sind. Für mich ist das ein erster guter Schritt zu einem modernen Schulzimmer und bietet mir sehr viele neue Möglichkeiten, meinen Schülerinnen den Schulstoff zu visualisieren.